2. Weltmenschpreis 2008

 
Eines der Ziele des WMV ist der Weltmensch-Preis, der seit dem Jahr 2007 an herausragende und verdienstvolle Leistungen für die Menschheit verliehen wird. Am 18. Dezember 2008 wurde dieser Preis zum zweiten Mal an Alexis Neuberg und Terezija Stoisits vergeben.

Alexis Neuberg


Alexis Neuberg
Mag. Alexis Nshimyimana Neuberg ist Gründer von Radio Afrika im Jahre 1997. Der gebürtige Rwandese kam 1992 nach Österreich und studierte an der Uni Wien Publizistik und Kommunikationswissenschaften.
Alexis Neuberg arbeitet im Integrationshaus als Berater, ist lange Zeit als Freiberuflicher Mitarbeiter im ORF tätig und ist in diversen Vereinen und Organisationen präsent.
Lange Zeit war er Obmann des Wiener Integrationskonferenz (WIK)-Vernetzungsbüros.
Gemeinsam mit anderen MigrantInnen gründete er die neue politische Bewegung “Demokratische Diversität Österreichs”, deren Ziel es ist MigrantInnen an sichtbare Stellen in der Gesellschaft zu repräsentieren und zu fördern.

Für mich ist der Preis eine Ehre. Durch ihn habe ich wieder einen Energiestoß bekommen, um weiterzukämpfen. In letzter Zeit habe daran gezweifelt, ob das, was ich mache, noch einen Sinn hat.
Der Begriff Weltmensch basiert auf der Gedankengrundlage, die verlangt einen Menschen als Mensch der Welt zu betrachten und nicht als Angehörigen irgendeiner Gruppierung. Denn diese Gruppierungen erzeugen Unterschiede und das führt zu Konflikten.“

Ganzes Interview mit Vienna Online


Terezija Stoisits
Terezija Stoisits ist eine österreichische Politikerin der Grünen. Sie wuchs als Burgenland-Kroatin mit den Sprachen Deutsch und Kroatisch auf, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete am Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport. Darüber hinaus war sie Mitglied des Österreich-Konvents, Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates 2000, Mitglied des Kuratoriums des Nationalfonds der Republik Österreich und Mitglied des Kuratoriums des Versöhnungsfonds.
Im Dezember 1993 war Terezija Stoisits Adressatin einer Briefbombe des rassistisch motivierten Bombenattentäters Franz Fuchs. Die Briefbombe wurde jedoch rechtzeitig entdeckt und kam nicht zur Detonation. Nach dem Ausscheiden aus dem Nationalrat übernahm sie am 1. Juli 2007 als erste grüne Politikerin den Posten des Volksanwalts. Stoisits widmete sich in ihrer Zeit als Abgeordnete vor allem den Themen Minderheiten, Menschenrechte, Migration und Justiz und wurde im Parlament dafür bekannt, ihre Reden mit den burgenländisch-kroatischen Worten „Dobar dan, poštovane dame i gospodo“ („Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren“) zu beginnen.

1. Weltmenschpreis 2007

Weltmensch Preisverleihung

Unter den 10 Zielen wird auch der Weltmensch-Preis erwähnt, der herausragende und verdienstvolle Leistungen für die Menschheit verdankt. Am 18. Dezember 2007 wurde dieser Preis erstmals an die Wiener Flüchtlingshelferin Ute Bock und den türkischen Autor Yasar Kemal vergeben – am Mittwoch, den 23. Jänner 2008 erfolgte die offizielle Preisvergabe in der Diplomatischen Akademie in Wien durch Präsident Memet Zeki Metin und Michel Culin von der diplomatischen Akademie Wien.Frau Ute Bock bedankte sich für das Vertrauen, wies aber auch darauf hin, dass die Umstände ihrer Arbeit katastrophal seien. Sie müsse heute mehr denn je eigenes Kapital zuschießen, um ihre Arbeit fortsetzen zu können.
Der Weltmenschpreis für den bekannten türkischen Autor Yasar Kemal wurde in Abwesenheit vom Kulturbeauftragten der türkischen Botschaft übernommen. Laut Präsident Metin hatte sich der über 90 jährige Kemal bei ihm telefonisch bedankt und den Preis als „den schönsten“ seiner langen erfolgreichen Karriere bezeichnet.Vor den rund 30 Journalisten und Politikern wies Weltmensch-Präsident Metin weiters darauf hin, dass es in der ganzen Welt noch keinen umfassenden Feiertag gebe, der sich dem Thema Toleranz und Versöhnung zwischen Völkern, Kulturen und Religionen widme. Der Weltmenschverein wolle diese Lücke durch den alljährlich am 1. November begangenen Weltmenschtag füllen. An diesem Tag solle man sich der Verbundenheit mit allen Menschen erinnern, und Unrecht vergeben.

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